Wer ist Kall nit – talk?

Wer ist Kall nit – talk?

Wer ist Horst Kläuser?

Ein Remscheider ist er, von Geburt und Einstellung. Und ein Journalist. Doch wer bei dem 1956 Geborenen annimmt, er sei aus der kleinen, bergischen Großstadt nie herausgekommen, irrt. Nach Schule und – wie er selbst immer wieder betont – unentbehrlichen Lehrjahren beim Remscheider Generalanzeiger, die 1974 gleich nach dem Abitur auf dem Leibniz-Gymnasium begannen, rief das Radio, das ihn bis heute nicht loslässt.

Foto privat

Seit 1977 ist für Kläuser das Rotlicht im Studio und das Mikrofon mehr als nur Werkzeug; es ist Verlockung und Anspruch zugleich: Reporter, Redakteur, Moderator bei WDR 2, Redaktionsleiter und schließlich Auslandskorrespondent. Von 1996 bis 2002 berichtete Kläuser aus Washington über die gesamten USA, erlitt den Lewinsky-Skandal rund um Bill Clinton, erlebte als einziger deutscher Zeuge die Hinrichtung des deutschen Mörders Karl LaGrand in Arizona und gehörte zu den Hauptreportern der Anschläge von 9/11.
2002 berief ihn die ARD dann als Korrespondent nach Moskau. Bis 2008 berichtete er aus Russland und den anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion über unfassbare und bittere Themen. Die Faszination für beide Länder, die auch nach Ende des Kalten Krieges die beiden Pole der Weltpolitik geblieben sind, hat den Vollblutjournalisten nicht losgelassen.

Vielleicht freut er sich deshalb so sehr auf die Neuauflage von „Kall nit – talk!“. Remscheider und Bergische Themen, besprochen mit Lokalprominenz, Künstlern, Unternehmern, Politikern und einfach Menschen, die was zu erzählen haben vor dem Hintergrund von 12 Jahren im Ausland – es gibt schlechtere Voraussetzungen für spannende Gespräche.